Oliver Rottmann | Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V.

1. April 2013

ENERGIEWELT OST 2013 – Eine wissenschaftliche Studie

Während im Rahmen der vorangegangenen Studie „Energiewelt Ost“ die Diskussion noch verstärkt vom Atomausstieg und dem beschleunigten AUsbau der erneuerbaren Energie geprägt war, rückten im Jahr 2012 Fragen des Netzausbaus und damit verbunden der Versorgungssicherheit ind en Mittelpunkt der Debatte. Zudem stehen Fragen zu den Kosten der Energiewende verstärkt im Fokus der öffentlichen Diskussion.

Die vorliegende Studie knüpft an die Sutide „Energiewelt Ost“ von 2012 an und führt diese inhaltlich fort. Im Sinne einer Längsschnittstudie wurde ein Großteil der Fragestellungen der vorangegegangenen Studie übernommen, aber auch Inhalte aus aktuellen Themen der Energiewende, insbesondere der Kosten, aufgegriffen, um neue Standpunkte abzufragen.

Um eine umfängliche Erhebnung im ostdeutschen Energiemarkt zu erhalten, wurden die in diesem Kotext wichtigsten Akteure befragt: Haushalte, Kommunen und Unternehmen der energieintensiven Industrien. Die Befragungen wurden zwischen Januar und Februar 2013 durchgeführt.

Das Meinungsbild der erwachsenen Personen in ostdeutschen Privathaushalten wurde im Rahmen einer CATI-Befragung (Computer Assisted Telephone Interview) mittels eines standardisierten Fragebogens untersucht. Diese Telefonbefragung der Haushalte wurde durch die CONOSCOPE GmbH Leipzig durchgeführt. Die Stichprobengröße umfasste 1.650 Haushalte und gilt als statistisch gesichert. Innerhalb der Stichprobe erfolgte eine Quotenauswahl nach folgenden Kriterien: Bundesland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thürignen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin gesondert), Raumtyp innerhalb des Bundeslandes (städtischer Raum und ländlicher Raum) sowie Alter (18-30 Jahre, 40-59 Jahre sowie 60 Jahre und älter).
Weiterhin wurden alle ostdeutschen Kommunen mit mindestens 3.000 Einwohnern mittels eines standardisierten Fragebogens befragt. An der Studie beteiligten sich 194 der 674 befragten Städte und Gemeinden, die Beteiligung konnte gegenüber der letzten Studie gesteigert werden. Der Rücklauf lag damit bei 29 % (im Vorjahr leicht über 18 %). Nach Einwohnergröße haben in erster Linie erneut kleinere und mittlere Städte und Gemeinden zwischen 5.00 und 50.000 Einwohnern an der Befragung teilgenommen. Der Rücklauf spiegelt somit die Struktur der ostdeutschen Kommunen wider, die von kleineren und mittleren Städten und Gemeinden geprägt sind.

Ebenfalls mittels eines standardisierten Fragebogens wurden Unternehmen der energieintensiven Industrien befragt. Auf Grundlage der Definition des Statistischen Bundesamtes für energieintensive Industrien und vor dem Hintergrund der ostdeutschen Wirtschaftsstruktur wurden Unternehmen aus folgenden Wirtschaftszweigen einbezogen: Baustoffe, Papier, Glas, Chemie, Stahl, Nichteisen- oder Buntmetalle, Lebensmittel und Automobile/Zulieferer. Es beteiligten sich 30 der 135 befragten Unternehmen, was einen Rücklauf von 22 % und damit einer repräsentativen Befragung entspricht. Auch hier erhöhte sich die Beteiligung gegenüber dem Vorjahr. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen nahmen an der Befragung teil: Es antworteten überwiegend Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern (ca. 37 %) sowie zwischen 100 und 250 Mitarbeitern (30 %). AUch nach Umsatzerlösen klassifiziert wird diese Struktur deutlich.

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Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.

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