Handlungsoptionen im kommunalen Finanzmanagement

Handlungsoptionen im kommunalen Finanzmanagement

Die kommunale Haushaltslage ist dauerhaft angespannt. Im Zuge der Doppik-Umstellung wird dies noch offensichtlicher. Wurde in der Kameralistik der Umgang mit den Kosten der Verschuldung eher passiv vollzogen, wächst im Rahmen der Doppik-Anwendung die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Verstärkt wird diese Sensibilisierung durch die Nachwirkungen der Finanzkrise. Durch die Einführung der Doppik bzw. der erweiterten Kameralistik nimmt die Bedeutung eines aktiv verwalteten Schuldenportfolios weiter zu. In der Bilanz werden künftig nicht mehr nur die Zahlungsströme, sondern auch Gewinngrößen erfasst. Eine Belastung des kommunalen Haushalts durch einen Mangel an Nutzung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten wird somit nicht nur der Kämmerei selbst, sondern auch Externen offengelegt. Zusätzlich werden die Regelungen nach Basel III den Kommunen die Aufnahme von Krediten im gewünschten Volumen bei Banken künftig womöglich erschweren.

Während bis zum Ausbruch der Finanzkrise die Einnahmen die Ausgaben noch überstiegen,hat sich dieser Trend mittlerweile umgekehrt. Trotz wieder ansteigender Einnahmen, liegendie Ausgaben noch deutlich über den Einnahmen. Dies ist zum einen relevant für die Verschuldungsproblematik, welche sich folglich noch zuspitzen wird, zum anderen aber auchfür das weitere Vorgehen der Kommunen.

Diese Herausforderungen des kommunalen Finanz- und Schuldenmanagements liegen im Fokus dieser Studie.

Die Befragung, die sich an alle deutschen Städte und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern sowie an die 258 Landkreise richtet, gliederte sich dabei in vier Abschnitte. Im ersten Teil haben wir einige Basisdaten zum kommunalen Haushalt erfragt. Daran schließt sich ein zweiter Teil zum kommunalen Zins- und Schuldenmanagement an. Der dritte Abschnitt thematisiert die kommunale Einnahmesituation. Die Befragung schließt mit dem Abschnitt zur Ausgabenseite. Der Rücklauf lag mit 171 teilnehmenden Kommunen bei rund 25 %, bei den Landkreisen mit 57 Teilnehmern bei 22,1 %. Wird die Einwohnerzahlen der Grundgesamtheit und der teilnehmenden Kommunen an der Studie betrachtet, lässt sich festhalten, dass die Ergebnisse repräsentativ sind. Lediglich Kommunen mit einer Einwohnerzahl im Bereich zwischen 150.000 und 500.000 Einwohnern sind leicht überrepräsentiert.

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Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.

Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V.
Neues  Augusteum
Augustusplatz 10
04109 Leipzig

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http://www.wifa.uni-leipzig.de/kompetenzzentrum/downloads.html

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