Institutsfokus

Liebe Leserinnen und Leser!

Kürzlich jährte sich der Weltgesundheitstag, welcher an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1948 erinnern soll. Heuer stand dieser Tag unter dem Thema Lebensmittelsicherheit. Hohe Standards in der Lebensmittelsicherheit sind nicht nur für die Lebensmittelindustrie von Bedeutung, sondern profitieren auch viele weitere Sektoren der Daseinsvorsorge von einem Engagement in diesem Gebiet.
Nicht nur kann eine gesunde und umweltverträgliche Ernährung dadurch erzielt werden, sonder sind auch eine gesündere Weltbevölkerung, eine spürbare Reduzierung von (Lebensmittel-) Abfällen und schlussendlich ein hoher Standard in der Gesundheitsvorsorge positive Folgen davon. Durch die fortschreitende Globalisierung wird es wichtiger denn je sein, die Lebensmittelsicherheit und die hygienischen Standards aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Nicht-EU-Ländern den Zugang zu den EU-Märkten zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck wurde auch am 28. Oktober 2011 vom europäischen Parlament und dem Rat eine Verordnung betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel beschlossen, um das Angebot an Lebensmittel aus den verschiedensten Mitgliedstaaten transparenter zu gestalten. Konsumenten sollen demnach über genaue Informationen verfügen, um sich für ein bestimmtes Produkt entscheiden zu können. Mit Hilfe dieser Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, die ab dem 13. Dezember 2014 europaweit anzuwenden ist, soll dies nun möglich sein. Neben der Angabe von Zutaten, die für Allergiker eine wichtige Rolle spielen, muss auch seit 1. April 2015 neben der bereits verpflichtenden Kennzeichnung der Herkunft von Rindfleisch auch bei verpacktem frischen Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch die Herkunft auf dem Etikett angegeben werden. Mit Stichtag 13. Dezember 2016 gibt die EU ebenfalls eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung von Brennwert, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz vor.
Auch im P/S/R Institut wird dem Themengebiet der Lebensmittelsicherheit ein großer Stellenwert eingeräumt. Vor Kurzem verfassten wir eine Studie im Auftrag der GENUSS REGION ÖSTERREICH unter dem Titel „Die regionale Dimension in der Daseinsvorsorge anhand des Beispiels regionaler Lebensmittel“, welche Mitte März 2015 im Österreichischen Patentamt der Öffentlichkeit präsentiert und mit den betroffenen Interessensgruppen inhaltlich diskutiert wurde. In der Studie wird unter anderem der Herkunftsschutz durch europäische Gütezeichen thematisiert, welcher zu einer Förderung der Lebensmittelsicherheit entscheidend beitragen kann.
Über weitere interessante Projekte und Studien, mit denen sich das P/S/R Institut aktuell beschäftigt, möchten wir Sie gerne näher in diesem Newsletter informieren.

Ihre Sylvia Freygner & das P/S/R Instituts Team

 


Unsere Aktivitäten

Studie „Maßnahmen, Definitionen und Wege zur Förderung regionaler Lebensmittel“
Präsentation der finalisierten Studie im Österreichischen Patentamt

Das P/S/R Institut verfasste im Auftrag der GENUSS REGION ÖSTERREICH eine Studie zum Thema „EU-Herkunftsschutz als Schutzmöglichkeit im Wettbewerb“. mehr…


Projekt „Strengthening of economic viability of Posta e Kosovës by introducing cash management services“
Zwischenbericht erstellt

Ende März fand die Präsentation der Zwischenergebnisse unseres Projektes unter Anwesenheit von Vertretern verschiedener kosovarischer Ministerien und Funktionäre der kosovarischen Post statt. Das Projekt dient der Entwicklung bzw. Förderung der wirtschaftlichen Kapazität der kosovarischen Post. Im Zuge der Präsentation wurden die weiteren Schritte für die Projektimplementierung vorgestellt und die Projektphasen detaillierter eingearbeitet. mehr…


Fachbeitrag des P/S/R Instituts zur Studie „Die Dimension von Qualität in der Abfallwirtschaft vor dem Hintergrund der Abfallwirtschaftsgesetzesnovelle 2013“

Der Österreichische Städtebund tagt im Rahmen der 98. Sitzung des Fachausschusses für Abfallwirtschaft und Städtereinigung in Kaprun. Im Zuge dessen präsentiert das P/S/R Institut die abgeschlossene Studie des Clusters „Sammel- und Verwertungssysteme“. mehr…


Symposium „Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung“
Präsentation der abgeschlossenen Studie

Im Zuge des Symposiums „Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung“ des ÖPP-Kompetenzzentrums Sachsen wird die Studie „Beschaffungspraxis in Österreichs Kommunen unter Berücksichtigung des regionalen Faktors“ vorgestellt. mehr…


P/S/R Report
Public Social Responsibility im Fokus

Gemeinsam mit den Mitgliedern des Wissenschafts- und Expertenbeirats erarbeitet das P/S/R Institut einen aktuellen Bericht rund um die Thematik der Daseinsvorsorge. mehr…


Studienempfehlung | Kapitalmarktfinanzierungen für Kommunen
Neue Studie des Kompetenzzentrum „Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V.“ an der Universität Leipzig

In Kooperation mit der HypoVereinsbank AG veröffentlichte das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. die Studie „Kapitalmarktfinanzierungen für Kommunen“. mehr…


Studiengang „Public Service Management“
Master of Science (M.Sc.)

Die Universität Leipzig bietet mit dem berufsbegleitenden Vollzeit-Masterstudiengang Public Service Management im Rahmen einer universitären Aus- und Weiterbildung wissenschaftlich fundierte, praxisnahe Lösungsoptionen zu drängenden Fragen der gesamten öffentlichen Leistungserbringung. Durch die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis bietet er besonders Fach- und Führungskräften die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu stärken und qualifiziert sie für Führungsaufgaben im europäischen Verständnis von Daseinsvorsorge, den Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse. Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie in der Universitätsbroschüre.


Veranstaltung | Energiewende – Kohle oder keine Kohle?
6. Mitteldeutsches Energiegespräch

Am 21. April 2015 fanden die 6. Mitteldeutschen Energiegespräche in Leipzig statt. mehr…

 


UNSERE EMPFEHLUNGEN

Charity | H. Stepic CEE Charity
Bessere Gesundheit für viele Mensche

Ungefähr die Hälfte der Roma-Bevölkerung in der Slowakei ist gut in die Gesellschaft integriert, während die andere Hälfte in Roma-Siedlungen lebt. Wie in vielen anderen Ländern auch, sind Roma-Siedlungen in der Slowakei häufig geografisch isoliert und durch einen Mangel an Infrastruktur, hygienischer Ausstattung und das Fehlen sozialer und gesundheitlicher Leistungen gekennzeichnet. Roma, die in diesen Siedlungen leben, sind am stärksten von gesundheitlichen Risikofaktoren betroffen. mehr…


LichtGestalten
zs art galerie

Jeder Mensch hat, als Mitglied einer Gesellschaft, eine soziale Verantwortung. Wieweit jemand bereit ist sie zu tragen, hängt von der Persönlichkeit ab. Lichtgestalten nennt Guido Zehetbauer-Salzer jene portraitierten Persönlichkeiten, die ihr individuelles Wohlergehen in den Dienst eines höheren, der Allgemeinheit dienenden Zieles unterordnen.

Als Beispiele seien hier etwa Aung San Suu Kyi und Vaclav Havel angeführt, weil sie sich gegen alle Repressionen der Regime in ihren Ländern für das oberste ethische Ziel, dem Leben in Freiheit, engagierten. Aung San Suu Kyi ist nach insgesamt 15 Jahren Hausarrest schließlich Parlamentsabgeordnete ihrer Partei. Der Dramatiker, Essayist und Menschenrechtler Vaclav Havel war nach 8 Jahren Kerker und dank Gorbatschows Perestroika erster frei gewählter Präsident der Tschechischen Republik. mehr…