Was bedeuten Public Private Partnerships (PPP)?

fachbeitrag12-kleinFachbeitrag 12 zur Studie: „Die Beschaffungspraxis in Österreichs Kommunen unter Berücksichtigung des regionalen Faktors“

Der letzte Beitrag befasste sich mit der Thematik von sozialen Aspekten in der öffentlichen Auftragsvergabe. Im heutigen Beitrag geht es um Public Private Partnerships (PPP) auf kommunaler Ebene.

Die Studie „Die Beschaffungspraxis in Österreichs Kommunen unter Berücksichtigung des regionalen Faktors“ beleuchtet die Thematik von Public Private Partnership in über 100 Gemeinden in ganz Österreich. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, welche Erfahrungen mit PPP-Modellen bereits gemacht und in welchen Bereichen PPP-Modelle angewendet werden. Dazu wird die Frage untersucht, was sich die Gemeinden bei PPP-Kooperationen von einem privaten Partnerunternehmen wünschen.

Die Frage nach Public Private Partnership (PPP) in den Gemeinden bedarf der Beantwortung, wie PPP definiert wird: PPP versteht sich als eine vertragliche Zusammenarbeit oder Kooperation zwischen öffentlicher Hand und einem Unternehmen der Privatwirtschaft (z. B. in den Bereichen Energieversorgung, Abfallwirtschaft, Pflege). Die Unternehmen bringen dabei unter anderem das notwendige Kapital (z. B. Know-how, Kapital, Personalressourcen) in ein gemeinsames Projekt ein.

PPP kann als Bestandteil der Strategie für die Modernisierung des Staates definiert werden. Der Sinn von PPP ist einfach: Der öffentliche Auftraggeber legt fest, welche speziell gemeinwohlorientierten Leistungen benötigt werden und die Privatunternehmen treten in Folge dessen in den Wettbewerb, um die Nachfrage des öffentlichen Auftraggebers zu erfüllen. Der Staat wandelt sich dabei von der Rolle des Produzenten oder Investors zu einem Kunden.

Die wesentlichen Vorteile von PPP für die öffentliche und private Seite sind dabei folgende Merkmale: Die benötigten Güter und Dienstleistungen können aufgrund der Kooperation durch den öffentlichen Auftraggeber mit Privatunternehmen möglicherweise schneller, kostengünstiger und auch in besserer Qualität angeboten werden. Die Privatunternehmen bringen ihr Kapital, Wissen und Know-how sowie ihre Erfahrung gewinnbringend für den öffentlichen Bedarf ein und schaffen dadurch zum Beispiel auch Arbeitsplätze.

Mittels PPP wird es daher möglich, die Herausforderung zwischen Staat und Privat zugunsten kooperativer und gemeinsamer Lösungen zu überwinden. Im nächsten Beitrag wird die Thematik der „Öffentlich-öffentlichen Partnerschaft (ÖÖP)“ im Zuge der Gemeindebefragung behandelt.